Am Sonntag bestreitet der ERSC Amberg sein erstes Heimspiel in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga. Die Wild Lions erwarten dazu um 18 Uhr die EA Schongau im Stadion am Schanzl und wollen die drei Punkte unbedingt in Amberg behalten.
Bei nur insgesamt sechs Partien ist kein Zähler zu verschenken, wenn man hinterher auf einem der ersten beiden Ränge stehen will, was den vorzeitigen Klassenerhalt bedeuten würde. Die Schongauer Mammuts sind derzeit aber in einem Flow und haben die letzten fünf Partien in der Bayernliga-Hauptrunde gegen Klostersee, Miesbach, Landsberg, Königsbrunn und Geretsried allesamt gewonnen – das ist auf jeden Fall ein dickes Statement. Dabei war Schongau alles andere als erfolgreich in die Saison gestartet, was sich erst änderte, als Mitte Dezember Ty Morris den Trainerposten übernahm. Insgesamt stand zum Hauptrundenschluss der elfte Rang mit 42 Punkten zu Buche und alleine 27 davon wurden in der Rückrunde mit dem Deutsch-Kanadier als Coach eingefahren. Dieser ist mit den Leistungen richtig zufrieden und findet, dass man auch taktisch „mit allen Teams der Liga mithalten könne“. Topscorer bei den Mammuts sind der Lette Raivo Freidenfels (43 Punkte), der Slowake Lukas Skvarek (37) und Routinier Dominic Krabbat (30). Während der Saison stießen noch Grayden Gottschalk aus Essen und Denis Gulda – mit der Erfahrung aus 300 Oberligaspielen – aus Braunlage zum Kader. Schongau hatte zum Auftakt der Abstiegsrunde am Freitag ein Heimspiel gegen die River Rats Geretsried zu absolvieren. Die Begegnungen mit dem ERSC Amberg in der Hauptrunde endeten jeweils mit Erfolgen der Auswärtsteams: Die Wild Lions gewannen mit 6:3 in Schongau, wobei Brandon Walkom einen Sahnetag erwischte und an allen sechs Trefferen beteiligt war, die Mammuts revanchierten sich dann in Amberg mit einem 5:2-Erfolg.
Am Freitag hatte der ERSC beim Favoriten in Waldkraiburg anzutreten und damit den vermeintlich schwersten Job schon hinter sich. Coach Christian Zessack erwartet, dass sein Team sich weiterhin „bissig und bereit zeigt und gut arbeitet“, wie etwa zum Hauptrundenabschluss gegen Kempten. Viele Hoffnungen ruhen bei den Wild Lions natürlich auch auf Neuzugang Martin Heinisch. Der Ex-Weidener soll „der Knipser sein, den wir dringend neben Brandon noch gebraucht haben“, wie Chris Spanger meint. Der Sportliche Leiter der Löwen findet, „dass Martin von seiner Art und Charakter super ins Team passt“. Ein weiterer Faktor soll aber auch die Unterstützung der Fans sein: „Das kann den Ausschlag geben“, so Spanger.

