Nach den guten Leistungen der letzten Wochen konnte der ERSC Amberg am Sonntagabend noch ein Ausrufezeichen setzen. Die Mannschaft von Trainer Christian Zessack besiegte am letzten Spieltag der Eishockey-Bayernliga den Tabellendritten aus Kempten mit 4:2 – „Hochverdient“, wie es auch Gästecoach Sven Curmann bestätigte.
Kempten hatte noch am Freitag gegen Schweinfurt mit 7:1 triumphiert, startete aber eher verhalten gegen die Wild Lions. Diese zeigten sich sofort einsatzfreudiger mit den ersten Chancen und auch dem Führungstreffer durch Marco Pronath. Die Gäste kamen immer noch nicht in die Gänge und mussten den zweiten Amberger Treffer durch Daniel Schroepfer verdauen. Erst mit Beginn des Mittelabschnitts und einer frühen Unterzahl der Gastgeber entwickelten die Sharks mehr Druck, die beste Gelegenheit hatte allerdings der ERSC durch einen Lattentreffer von Daniel Krieger. Das sehenswerte 3:0 für Amberg entsprang dann durch einen Alleingang von Roberts Baranovskis, was aber postwendend durch Kemptens Toptorjäger Kevin Hu mit dem 3:1 im Nachschuss beantwortet wurde. Die Gäste agierten nun mit mehr Druck, aber Lucas DiBerardo im ERSC-Tor zeigte sich über 60 Minuten sehr sicher. Im Schlussdrittel hatte Kempten dann mehr Spielanteile, Amberg aber den besseren Abschluss zum 4:1 durch Krieger nach einer feinen Kombination über Pronath und Benjamin Frank. Das 4:2 für Kempten durch Kokoska hatte zwei Minuten vor dem Ende nur noch statistischen Wert. Gästecoach Curmann zeigte sich an diesem Abend nicht zufrieden mit seinem Team, „weil das ein blutleerer Auftritt war und wir gefühlt alle wichtigen Zweikämpfe verloren haben. Aber Amberg hat auch nicht mehr zugelassen“. Saisonübergreifend sei er aber „superstolz auf die Mannschaft und den dritten Platz“, so der ESC-Trainer. Christian Zessack hatte nur Lob für seine Truppe: „Wir waren bissiger und bereit. Wer gut arbeitet, wird irgendwann belohnt und wir haben heute gut gearbeitet“, sagt der Lionscoach. Im Hinblick auf die Abstiegsrunde zeigt sich Zessack zuversichtlich: „In den nächsten Tagen kommen drei erkrankte Spieler wieder zurück, neu ist Martin Heinisch und Chris (Spanger) ist in Kontakt mit einem Mittelstürmer. Wir werden das schaffen, da bin ich mir sicher“. Mit dem Erfolg gegen Kempten hat der ERSC den letzten Rang noch an den ESV Burgau übergeben.
In der Abstiegsrunde Gruppe A treffen die Wild Lions auf die Schongau Mammuts, Geretsried River Rats und den Verlierer aus den Pre-Playoff-Paarungen zwischen den Waldkraiburger Löwen und den Peißenberg Miners. Die Runde startet laut Verband nun am Wochenende 6./8.Februar und endet nach sechs Spieltagen am 22.Februar. Die jeweils ersten beiden Teams jeder Gruppe haben den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft.
ERSC Amberg – ESC Kempten 4:2 (2:0,1:1,1:1)
1:0 (5.) Pronath (Krieger, Preßl), 2:0 (14.) Schroeopfer (Eckl, Rolsing), 3:0 (27.) Baranovskis (L.Klughardt, Silbermann), 3:1 (28.) Hu (Kokoska), 4:1 (49.) Krieger (Pronath, Frank), 4:2 (58.) Kokoska (Miller).
Strafen: Amberg 10, Kempten 8 Minuten. Zuschauer: 533.
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