2025/2026SpielberichtTeamWild LionsERSC muss zum Klassenprimus / Abschied Nolan Gardiner

16. Januar 2026
20241208_ab

Am Sonntag steht der ERSC Amberg vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Um 18 Uhr müssen die Wild Lions beim Spitzenreiter der Eishockey-Bayernliga antreten. Der EHC Königsbrunn hat sich diese Position am vergangenen Wochenende durch einen 3:2-Sieg vor 1.800 Zuschauer in Schweinfurt von den Mighty Dogs zurückerobert.

Am Freitag sollte der EHC seinen Rang in Schongau verteidigen. Einen negativen Rausreißer vor eigenem Publikum hatte Königsbrunn in dieser Spielzeit erst einmal gegen Geretsried mit einem 2:8, ansonsten wurden elf der dreizehn Heimspiele mit der vollen Punktzahl gewonnen. Trainer Bobby Linke hatte zuletzt zwar einige Ausfälle zu beklagen, die bis zum Beginn der Playoffs aber wieder einsatzbereit sein sollten. Zudem hat sich der EHC mit US-Stürmer Timmy Kent verstärkt, der unter anderem in der East Coast Hockey League (ECHL) aktiv war. Kent macht aus dem Topscorer-Trio mit Marco Sternheimer, Tim Bullnheimer und Stefan Rodrigues ein sehr gefährliches Quartett. Nach hinten ist der ehemalige DEL2-Torhüter Stefan Vajs mit einem Gegentorschnitt von 2,2 eine echte Bank. Den ERSC will man trotz der Tabellensituation nicht unterschätzen: „Amberg hatte extreme Probleme mit Ausfällen und ist so in einen Strudel geraten, aus dem man als Team nicht so einfach rauskommt“, meint Coach Linke.

Nolan Gardiner nicht mehr bei den Wild Lions
Der ERSC Amberg vermeldet unterdessen den Abgang seines zweitbesten Scorers. Der Kanadier Nolan Gardiner und die Wild Lions gehen seit Donnerstagabend getrennte Wege: „Nolan kam auf uns zu und bat um die Auflösung seines Vertrages. Das war auch für uns völlig überraschend“, erklärte Chris Spanger, der Sportliche Leiter des ERSC. Trotz 36 Scorerpunkten in 26 Partien war der 27-jährige zuletzt nicht unumstritten, auch bei der Fangemeinde. „Er war bei seinen früheren Stationen stets Publikumsliebling und weil es derzeit nicht wie gewünscht läuft und er seine mögliche Leistung nicht abrufen kann, war das für ihn sehr belastend“, so Spanger weiter. „Wir danken Nolan für seinen Einsatz und wünschen ihm persönlich alles Gute, müssen nun aber für uns eine Lösung finden. Wir haben seit Donnerstagabend bereits begonnen uns intensiv mit möglichen Nachfolgern zu beschäftigen“, erklärt der Sportliche Leiter. Viel Zeit hat man nicht beim ERSC.