ERSC kann sich für gute Leistung nicht belohnen
Nach den heftigen Niederlagen der letzten Wochen war der ERSC Amberg am Sonntagabend gegen die Schongau Mammuts nach den Spielanteilen ein gleichwertiger Gegner, wirkte aber zunächst noch verunsichert. Bei ihren Chancen waren die Oberbayern einfach konsequenter und nahmen die Zähler mit nach Schongau.
Vor der Partie wurde der langjährige Löwen-Topscorer Felix Köbele von Vorstand Mustafa Sugle unter dem Beifall der Zuschauer verabschiedet, von denen nicht wenige den Stürmer gerne wieder aktiv auf dem Eis gesehen hätten („Köbi, zieh dich um!“). Die Gäste kamen mit dem Schwung eines 5:3-Erfolges vom Freitag gegen den Favoriten Schweinfurt und hatten gleich zu Beginn die Möglichkeit eines Powerplays. Diese ließen die Mammuts noch ungenutzt, aber wenig später zappelte der erste gefährliche Torschuss im Amberger Tor. Den Rückstand steckten die Gastgeber schnell weg und gestalteten die Partie völlig offen. Die Tormöglichkeiten hielten sich in Grenzen, die dickste Chance hatte allerdings der ERSC durch Kevin Schmitt, der mit einem Break an Gästetorhüter Blankenburg scheiterte. Der Amberger Kapitän war es auch, der den Mittelabschnitt nach knapp 30 Sekunden mit einem Pfostentreffer eröffnete. Jubeln konnten danach wieder die Mammuts, die ein Powerplay durch Gottschalk zum 0:2 nutzten. Diesmal hatten die Wild Lions eine schnelle Antwort mit dem 1:2 durch Roberts Baranovskis. Die Gastgeber drängten danach ungestüm auf den Ausgleich und liefen Schongau zwangsläufig in einen Konter zum 1:3. Die Partie wurde nun noch intensiver von Amberger Seite, erst recht nach dem 2:3 durch Brandon Walkom. Das war auch der Pausenstand, obwohl beide Teams erfolgversprechende Chancen hatten. Dies war auch zu Beginn des Schlussdrittels der Fall, in dem erneut Schmitt bei einem Unterzahlkonter an Blankenburg scheiterte und die Gäste im Gegenzug das vorentscheidende 2:4 besorgte. In der Schlussphase riskierte Coach Kevin Lavallee alles und nahm Goalie Lucas DiBerardo zu Gunsten eines Feldspielers vom Eis, was die Gäste durch Skvarek mit einem Schuss ins verwaiste Amberger Tor zum 2:5-Endstand nutzten, auch wenn die Wild Lions bis zur letzten Sekunde um eine Resultatverbesserung kämpften. Abgesehen vom Resultat war Kevin Lavallee durchaus zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Die Mannschaft hat Charakter und Präsenz gezeigt, gekämpft und körperlich gespielt. Die Bayernliga ist mittlerweile wie Profi-Eishockey, da musst du einfacher und konsequenter spielen, mehr Drecksarbeit machen“, so der ERSC-Coach. Gästetrainer Ty Morris hatte einen guten Rat für die Amberger: „Wir hatten vor diesem Wochenende auch sieben Niederlagen in Folge. Unsere Message war, alles Negative daraus auszublenden – und das hat offenbar gewirkt“.
ERSC Amberg – EA Schongau 2:5 (0:1,2:2,0:2)
0:1 (5.) Zimmer (Krabbat, Spindler), 0:2 (22.) Gottschalk (Skvarek, Krabbat/5-4), 1:2 (23.) Baranovskis (Pronath, Schmitt), 1:3 (28.) Merkle (Zimmer, Spindler), 2:3 (32.) Walkom (Schroepfer, Pressl), 2:4 (48.) Zimmer (Krabbat, Skvarek/5-4), 2:5 (68.) Skvarek (EN).
Strafen: Amberg 16, Schongau 10 Minuten. Zuschauer: 685
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