Am Freitagabend ab 20 Uhr bestreitet der ERSC Amberg in der Eishockey-Bayernliga sein viertes Auswärtsspiel in Folge. Die letzten drei endeten ohne Punkt und mit insgesamt 11:29 Treffern alles andere als akzeptabel.
Diesmal müssen die Wild Lions zu den Peißenberg Miners, die auch etwas ihren Ansprüchen hinterherlaufen. Eigentlich sind die Voraussetzungen bei den Miners positiv. Der Kader ist eingespielt, weil es vor der Saison nur überschaubare Transfertätigkeiten gab. Der Zuschauerschnitt mit über 1.000 pro Spiel bedeutet auch viel Unterstützung von den Rängen, dennoch ist die Punktausbeute in der heimischen Flatbury-Arena mit nur drei Zählern äußerst spärlich. Kürzlich erfolgte die Trennung von Andreas Becher auf der Trainerposition. Als Nachfolger steht nun Markus Schröder mit seinem „Co“ Florian Steidl an der Bande. Auswärts scheinen die Miners mit ihrer Kontertaktik mehr Erfolg zu haben, was auch die Statistik zeigt. Zuletzt gelang ein viel beachteter 6:5-Erfolg nach Penaltyschießen bei den heimstarken Waldkraiburgern. Die erfolgreichsten Scorer bei den Peißenbergern sind weiterhin der Ex-Amberger Ryan Murphy (27 Punkte) und Dejan Vogl (23), dazu gekommen ist US-Stürmer Weiland Parrish (23) – ein Vergleich, bei dem die Amberger Top-Scorer Brandon Walkom (32) und Nolan Gardiner (26) sehr gut mithalten können. Allerdings sind die Punktesammler bei den Oberbayern noch etwas breiter verteilt.
Von seinem Team erwartet ERSC-Coach Kevin Lavallee in erster Linie, dass die Defensivarbeit konsequenter durchgeführt wird: „Wir müssen zumindest gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel anfangen wieder zu punkten und das beginnt mit der Arbeit vor dem eigenen Tor“. Am 100.Gegentor – bei aktuell 99 – werden die Lions vermutlich nicht vorbeikommen, aber es würde reichen, eines mehr als der Gegner zu erzielen. Das Hinspiel in Amberg war eine Begegnung auf Augenhöhe und eine sehr enge Kiste, auch wenn das Resultat mit 3:6 eine vermeintlich deutliche Angelegenheit vermuten lässt. Peißenberg entschied die Begegnung erst in der Schlussphase und mit einem erfolgreicheren Powerplay. Das würde man dem ERSC auch wünschen, zumal die Wild Lions diesmal Unterstützung von einem Fanbus erhalten.

