2025/2026SpielberichtWild LionsDavid gegen Goliath im Eisstadion am Schanzl

21. November 2025
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Der ERSC Amberg hat es an diesem Doppelspieltag ausschließlich mit Top-Mannschaften der Eishockey-Bayernliga zu tun. Nach dem Gastspiel am Freitag in Miesbach erwarten die Wild Lions am Sonntag, 18 Uhr, im Stadion am Schanzl den vermutlichen Spitzenreiter aus Königsbrunn.
Die „Pinguine“ eroberten sich am vergangenen Wochenende mit einem 5:4-Erfolg im Spitzenspiel gegen Schweinfurt die Tabellenführung und hatten am Freitag gegen Schongau die Gelegenheit, diese zu verteidigen. Natürlich will man auch beim ERSC in Amberg die Punkte mitnehmen, selbst wenn Coach Bobby Linke anmahnt, dass ein Trainerwechsel wie aktuell beim ERSC die Sache unberechenbarer macht. Der EHC hat in dieser Saison erst zwei von elf Begegnungen abgeben müssen und zwar beide auswärts: In Kempten mit einem 5:6 in der Overtime und bei einer 1:8-Klatsche in Peißenberg. Ansonsten stehen nur Siege zu Buche, wobei auch mal Rückstände noch umgebogen werden konnten. Die Pinguine sind in allen Mannschaftsteilen qualitativ stark besetzt und überzeugten auch als Team, denn mehr als ein halbes Dutzend Akteure haben schon zweistellig gepunktet. Im Vordergrund stehen dabei die Top-Scorer der letzten Jahre, Marco Sternheimer und Tim Bullnheimer. Der Angriff ist dabei noch mit dem Schweden Anton Egle und Stefan Rodrigues aus Ulm verstärkt worden. Der EHC stellt aktuell die zweitbeste Überzahl und ist führend im Powerplay-Killing, allesamt Fakten, die dem Gegner einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Erst recht, wenn man eine Negativserie wie die Wild Lions zu verdauen hat.
Die Stimmung bei den Ambergern ist nach der ersten Trainingswoche unter den „neuen“ Übungsleitern Kevin Lavallee und Dirk Salinger dennoch positiv, wie auch der Sportliche Leiter bestätigt: „Das Mannschaftsgeist ist weiterhin sehr gut, auch von den verletzten Ausfällen lassen sich immer wieder welche beim Training und den Spielen sehen“, lobt Chris Spanger. Mit welchen taktischen Maßnahmen man gegen einen so favorisierten Gegner vorgehen kann, lässt Spanger offen: „Vielleicht lassen sich Kevin und Dirk etwas einfallen, aber besonders viele Variationsmöglichkeiten haben wir personell momentan nicht“.