Für den ERSC Amberg geht es in der Eishockey-Bayernliga am Sonntag, ab 18 Uhr, zum HC Landsberg, der in der Tabelle vor diesem Wochenende mit einem Zähler Vorsprung direkter Tabellennachbar der Wild Lions war. In einer Beziehung sind die „Riverkings“ schon ganz vorne.
Mit bislang knapp 1.390 Besuchern im Schnitt ist der HC der Zuschauerkrösus der Liga. Topwert waren dabei die 1.770 Personen im Derby gegen die Kemptener Sharks, das mit 4:5 nach Overtime allerdings nur einen Zähler einbrachte. Trotz des starken Fanzuspruchs hat das Team von Trainer Martin Hoffmann in der heimischen Arena noch nicht viel Erfolg gehabt, denn lediglich der eine Punkt gegen Kempten steht zu Buche. Andererseits haben die Riverkings schon drei Auswärtssiege eingefahren. Dafür stand vor allem eine ausgeglichen besetzte Angriffsformation, wo ein Quartett mit Mika Reuter, Frantisek Wagner, Linus Voit und Tom Callaghan für die nötigen Treffer sorgt, dazu noch das Schweden-Duo Victor Oestling und Filip Bergsdorf. Zuletzt gelang ein überraschend klarer 6:1-Auswärtssieg in Klostersee, wo Hoffmann einen Kader von 20 Spielern zur Verfügung hatte – davon kann ERSC-Coach Jan Bönning derzeit nur träumen. Am Freitag stand für den HC die schwere Auswärtshürde beim Spitzenreiter in Schweinfurt auf dem Programm.
In der Vorsaison teilten sich Landsberg und der ERSC die Punkte, wobei jeweils das Auswärtsteam nach Verlängerung bzw. Penaltyschießen gewinnen konnte. Das würden die Wild Lions auch diesmal gerne unterschreiben, sind wegen der personellen Situation zunächst einmal eher in der Außenseiterrolle. Ob auf Amberger Seite Förderlizenzspieler zum Einsatz kommen könnten, soll sich am Samstag entscheiden, wie der Sportliche Leiter Chris Spanger erklärte.

