VereinBenjamin Frank lässt die ERSC-Fans jubeln

10. November 2025
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Wie schon häufig entpuppte sich am Sonntagabend die Partie zwischen dem ERSC Amberg und dem alten Rivalen aus Buchloe wieder einmal als Eishockey-Krimi. Diesmal mit dem besseren Ende für die Wild Lions, weil Benjamin Frank 61 Sekunden vor der Schlusssirene für den 4:3-Siegtreffer sorgte.

Der 39-jährige Routinier half bei den personell weiterhin gebeutelten Wild Lions aus, ebenso wie die Förderlizenzspieler Jurij Gauerhof (Bayreuth) und Max Klughardt (Selb), der quasi für seinen verletzten Bruder Lukas einsprang und eine starke Leistung zeigte. Die Spielerdecke beim ERSC war dennoch überschaubar.
Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts und scheuten keinen noch so harten Zweikampf. Buchloe hatte optisch leichte Vorteile, aber jubeln konnten zunächst die Gastgeber. Gegen den platzierten Schuss von Roberts Baranovskis hatte Gästetorhüter David Blaschta keine Abwehrmöglichkeit. Noch vor der ersten Pause egalisierten die „Pirates“ die Führung aber in Überzahl durch Joey Lewis. Ein Ergebnis, das bis dahin den Spielanteilen entsprach. Buchloe kam zum 2.Drittel zunächst energischer aus den Kabinen. Ambergs Goalie Lucas DiBerardo machte einen sehr sicheren Eindruck, konnte aber das 1:2 – erneut durch Lewis – nicht verhindern. Der ERSC erhöhte nun seinerseits den Druck, kam zu einigen Möglichkeiten und schließlich gelang Lukas Preßl mit einem Treffer ins Toreck der verdiente 2:2-Ausgleich. In die Druckphase der Wild Lions hinein fuhren die Gäste einen Konter, bei dem Adriano Carciola die Scheibe verlor, was die Referees als Behinderung bewerteten. Den folgenden Penalty verwandelte Michal Petrak zur neuerlichen Führung für die Pirates. Eine zumindest fragwürdige Entscheidung, von der sich die Gastgeber schnell erholten und jede Menge Kampfgeist zeigten. Der wurde kurz vor Drittelende schließlich mit dem 3:3 durch Kevin Schmitt belohnt.
Der Schlussabschnitt wurde mit einer Doppelchance für den ERSC eingeleitet, bei der Baranovskis als auch Schmitt knapp scheiterten. Die klare Linie ging im Verlauf bei beiden Teams etwas verloren und der Kampf bevorzugt. Ein deutliches Zeichen aus Amberger Sicht war noch ein Lattentreffer von Daniel Krieger, aber auch eine kurzzeitige doppelte Überzahl brachte den Wild Lions nichts, bis am Ende Benjamin Frank die Vorarbeit von Nolan Gardiner und Brendan Walkom zum 4:3 einschoß. Jan Bönning zeigte sich hinterher erleichtert: „Die drei Punkte tun uns am Ende in der jetzigen Situation extremst gut. Die Mannschaft hat sich für ihren Einsatz belohnt und auch nach Rückstand nie aufgegeben. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit dem schöneren und vielleicht auch glücklicheren Ende für uns“, so der Löwencoach.

ERSC Amberg – ESV Buchloe 4:3 (1:1,2:2,1:0)
1:0 (12.) Baranovskis (Gardiner, Frank), 1:1 (18.) Lewis (Diebolder, Thiel/5-4), 1:2 (30.) Lewis (Diebolder, Petrak), 2:2 (33.) Preßl (Baranovskis, Frank), 2:3 (37.) Petrak (PENALTY), 3:3 (39.) Schmitt (M.Pronath, Krieger), 4:3 (59.) Frank (Gardiner, Walkom/4-4).
Strafen: Amberg 12, Buchloe 22 Minuten. Zuschauer: 552

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