Erster Test mit vielen positiven Aspekten
Gute Unterhaltung für die Eishockey-Fans und eine knappe Niederlage für den ERSC Amberg: Am Ende der ersten Trainingswoche unterlagen die Wild Lions den Passau Black Hawks mit 4:6. Die endgültige Entscheidung für den Eishockey-Oberligisten fiel erst 25 Sekunden vor der Schlusssirene, als ERSC-Coach Jan Bönning seinen Torhüter David Kubik zu Gunsten eines Feldspielers vom Eis nahm und Passau den Puck ins verlassene Amberger Tor traf.
Davor sahen die Zuschauer ein Spiel, das weitgehend von den Gästen bestimmt war, die neuformierte Lions-Truppe nach den aktuellen Möglichkeiten dagegenhielt. Passau, das zwei Tage vorher beim tschechischen Zweitligisten Pisek mit 5:2 gewonnen hatte, legte von Beginn an ein hohes Tempo vor und die Partie spielte sich anfangs vornehmlich im Amberger Verteidigungsdrittel ab. Die ERSC-Defensive bekam nur wenig Entlastung, hatte mit Lucas DiBerardo dafür einen sicheren Rückhalt im Tor. Beim 0:1 in Unterzahl war auch er ohne Chance. Im Schlussdrittel machte DiBerardo dann für Kubik Platz. Eher etwas überraschend konnten die Gastgeber noch vor der Drittelpause durch Daniel Krieger eine der wenigen Chancen nutzen und ausgleichen.
Im Mittelabschnitt sah man eine sehr einseitige Angelegenheit für die Gäste. Vor allem der Ex-Regensburger Andrew Schembri zeigte sich als ständiger Unruheherd, konnte kaum unter Kontrolle gebracht werden. Amberger Offensivaktionen fanden kaum statt und so konnten die Black Hawks mit einer 4:1-Führung – darunter zwei weitere Treffer in Überzahl – in die Kabinen gehen.
Im Schlussabschnitt entwickelte sich eine komplett ausgeglichene Partie. Der ERSC verkürzte bereits nach 62 Sekunden durch Nolan Gardiner zum 2:4 und nur wenig später kamen die Wild Lions durch Brendan Walkom auf 3:4 heran, nachdem der Amberger Topscorer in Unterzahl ein Missverständnis in der Passauer Abwehr mit einem fulminantem Schlagschuss ausnutzte. Nach zwei weiteren Powerplay-Treffern auf beiden Seiten – für Amberg erneut durch Walkom – ging es in eine spannende Schlussphase, in der nun die Wild Lions mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger hatten. Am Ende stand ein verdienter Gästeerfolg, aber auch eine couragierte Leistung der Bönning-Truppe, die mit vier Reihen antrat und in der alle zehn Neuzugänge zum Einsatz kamen.
ERSC Amberg – EHF Passau 4:6 (1:1,0:3,3:2)
0:1 (14.) Röthke (Schmidt/5-4), 1:1 (17.) Krieger (Mühlpointner), 1:2 (26.) Schmidt (Schembri), 1:3 (30.) Schembri (Schmidt/6-5), 1:4 (38.) Nazzarett (Horschel, Harrogate/5-4), 2:4 (42.) Gardiner (Baranovskis, Schröpfer), 3:4 (46.) Walkom (4-5), 3:5 (48.) Reich (Schmidt/5-4), 4:5 (51.) Walkom (Gardiner/5-4), 3:6 (60.) Böhm (5-6/ENG).
Strafen: Amberg 10, Passau 6 Minuten. Zuschauer: 514.Sprade TV Highlights

