2021/2022SpielberichtWild LionsAuch im vierten Anlauf kein Sieg gegen Schongau

13. März 2022
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ERSC-Löwen treffen in den Playoffs auf Vorrundenmeister Klostersee
Die „Mammuts“ der EA Schongau sind ihrem Ruf als Angstgegner des ERSC Amberg gerecht geworden. In der im Prinzip bedeutungsarmen Partie am Sonntagabend im Stadion am Schanzl entschieden die Schongauer auch das vierte Aufeinandertreffen beider Teams für sich, gewannen verdient mit 4:1, weil sie auch die deutlich bessere Chancenverwertung zeigten. Die Amberger Wild Lions, die ja schon vorher für die Playoffs qualifiziert waren, treffen nun im Halbfinale am kommenden Wochenende auf den EHC Klostersee, der sowohl die Vorrunde wie auch die Aufstiegsrunde als Klassenprimus beendete. Löwencoach Dirk Salinger wird trotz der Abschlussniederlage zufrieden sein, denn er hatte sich ja die Grafinger als Gegner in den Playoffs gewünscht.
Salinger hatte angekündigt, den einen oder anderen Spieler etwas aus der Schusslinie zu nehmen. So spielte Carsten Metz für Timon Bätge im Tor und auch die vier U23-Akteure im Feld erhielten spürbar mehr Einsatzzeiten. Es war ein verhaltener Beginn beider Teams, fast schon mit angezogener Handbremse und es dauerte bis Mitte des Anfangsdrittels, ehe es vor dem Gästetor die erste brenzlige Situation gab, aber Felix Köbele und Mario Strobel scheiterten an Philipp Wieland. Der 22-jährige Torhüter der „Mammuts“ hatte sich am Ende die Wahl zum „Spieler des Abends“ redlich verdient. Das Spiel plätscherte vor sich hin und das Anfangsdrittel wäre wohl eine „Nullnummer“ geworden, wenn nicht die Gäste kurz vor der Pausensirene einen Konter über Simon Maucher zum 0:1 abgeschlossen hätten.
Im Mittelabschnitt zeigten beide Teams etwas mehr Offensivgeist. Die Gäste bauten ihre Führung früh durch einen verdeckten Schuss von Philip Keil auf 0:2 aus. Amberg stand bei Chancen für Brett Mennear und Köbele dicht vor dem Anschlusstreffer, aber selbst zwei Powerplaysituationen blieben ungenutzt.
Auch im Schlussdrittel hielten sich beide Mannschaften noch merklich zurück. Der ERSC kam bei seiner dritten Überzahlgelegenheit dann trotzdem zum 1:2, das Verteidiger Andreas Pielmeier per Schlagschuss besorgte. Das weckte den Ehrgeiz der Gastgeber, die bei einem Pfostentreffer von Köbele kurz vor dem Ausgleich standen. Der direkte Gegenangriff der Gäste brachte aber das 1:3 durch den Kanadier Jason Lavallee, was schon die Vorentscheidung bedeutete. Den Schlusspunkt setzt vier Minuten vor dem Ende Stefan Saal mit dem 1:4.

ERSC Amberg – EA Schongau 1:4 (0:1,0:1,1:2)
Tore: 0:1 (18.) Maucher (Steiner, Zink), 0:2 (23.) Keil (Schuster, Seelmann), 1:2 (49.) Pielmeier (Pronath, Köbele/5-4), 1:3 (53.) Lavallee (Vavrusa, Saal), 1:4 (56.) Saal (Lavallee, Höfler).
Strafen: Amberg 0, Schongau 8 Minuten. Zuschauer: 415.