Am Schanzl 192224, Amberg

2019/2020Wild LionsPiraten mit dem glücklicheren Ende

7. März 2020
2:6 musste sich der ERSC Amberg gegen den ESV Buchloe geschlagen geben. Hier mit Andreas Hampl.

ERSC belohnt sich nicht für starke Leistung

Ein sehr intensives und enges Spiel Eins im Play-Off-Duell zwischen den Buchloe Pirates und den Wild Lions des ERSC Amberg ging am Freitagabend mit 3:1 an die Gastgeber. Im Kampf um einen Aufstiegsplatz in die Eishockey-Bayernliga hatten die Allgäuer vor 650 Zuschauern das glücklichere Ende für sich: „Aber wir werden alles tun, um am nächsten Freitag zum entscheidenden Spiel wieder nach Buchloe zu kommen“, kündigte ERSC-Coach Dan Heilman schon mal weiteren Löwen-Kampfgeist an.

Hatte Buchloe nicht mit so einem Andrang Amberger Fans gerechnet? Jedenfalls war der „reservierte“ Platz für die knapp 200 Löwenanhänger deutlich zu eng bemessen. Das Anfangsdrittel war geprägt von Strafzeiten, vornehmlich gegen die Gäste aus der Oberpfalz. Lediglich zu Beginn, als Brabec eine gute Schussgelegenheit hatte, und direkt vor Ende des Drittels kamen die Löwen ihrerseits in den Genuss eines Powerplays. Zwölf Minuten dazwischen aber hatte der ERSC in Unterzahl und mit einer ziemlich kleinlichen Regelauslegung zu kämpfen. Daraus resultierte auch das 1:0 durch John Boger (13.). Den Umständen entsprechend bot Amberg eine gute Leistung, speziell auch Goalie Carsten Metz bei den zahlreichen Unterzahlsituationen: „Da hätten wir mehr daraus machen müssen“, zeigte sich ESV-Trainer Christopher Lerchner unzufrieden mit dem Powerplay seiner Piraten.
Den Mittelabschnitt begann Amberg mit energischen, aber auch glücklosen Angriffen. Da wirkten die Gastgeber effektiver und kamen mit ihrem ersten Powerplay in diesem Drittel zum 2:0 durch Simon Beslic (26.). Der ERSC ließ sich aber nicht entmutigen, gestaltete die Partie völlig offen: „Da waren wir dann wesentlich besser im Spiel“, erinnerte Heilman. Lohn für die Mühe war das 2:1 durch Martin Brabec auf Vorlage von Daniel Vlach (36.). In der Schlussphase vor der Pausensirene häuften sich wieder die Strafzeiten, allerdings beiderseits. Brabec verteidigte seinen Torhüter, der die Maske verloren hatte, wohl zu heftig und bekam zusätzlich eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe. Die letzte Gelegenheit in diesem Drittel hatte Felix Köbele für die Löwen, scheiterte aber knapp.
Auch das Schlussdrittel eröffnete der ERSC mit Bemühungen um den Ausgleich. Von einer Reihe Einschussmöglichkeiten hatte Svato Merka die beste, hatte aber nicht das nötige Glück. Wie man es besser macht, zeigte beinahe im Gegenzug Buchloes Topstürmer Michal Petrak mit dem 3:1 – das war der Unterschied und auch die Entscheidung an diesem Abend in einer absolut ausgeglichenen Partie. (pa)

ESV Buchloe – ERSC Amberg 3:1 (1:0,1:1,1:0)
Tore: 1:0 (13.) Boger (5-4), 2:0 (26.) Beslic (Wittmann, Petrak), 2:1 (36.) Brabec (Vlach, Merka), 3:1 (46.) Petrak (Wittmann, Beslic).
Strafen: Buchloe 16 Minuten, Amberg 22 + 10 (Brabec)
Zuschauer: 652