Am Schanzl 192224, Amberg

2019/2020Wild LionsTop-Spiel gegen den Top-Angriff

30. Januar 2020

ERSC-Löwen erwarten torhungrige Sharks

Mit viel Disziplin und konsequenter Defensivarbeit hat sich der ERSC Amberg auf den 2.Rang der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga nach vorne gearbeitet, dabei fünfmal am Stück gewonnen. Jetzt werden die Löwen vor eigenem Publikum besonders gefordert, denn der Tabellennachbar kommt mit dem stärksten Angriff der Runde zum Topspiel an den Schanzl.
Am Freitag, 31.Januar, um 20 Uhr sind die Kempten Sharks zu Gast in Amberg, die sich zuletzt als äußerst gefräßige „Haie“ präsentierten. 40 Tore insgesamt und alleine 19 davon am vergangenen Wochenende gegen Moosburg und Dingolfing haben das Selbstbewusstsein bei ESC-Coach Carsten Gosdeck enorm gestärkt: „Meine Mannschaft hat zuletzt die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent erfüllt“, freut sich der Mann, der von den Moskitos Essen ins Allgäu gekommen ist. Und er schickt hinterher: „Wir haben große Effizienz und nicht mehr viele Baustellen“. Das Paradestück der Vorrunden-Dritten ist zweifellos der ausgezeichnet bestückte Angriff, der so erfolgreich auf Torjagd geht. Mal ist es Michel Maaßen vom Oberligisten Sonthofen, mal Nikolas Oppenberger, aber fast immer hat Markus Vaitl den Schläger im Spiel. Der Topstürmer kam vom EV Füssen und mit ihm der Deutsch-Kanadier Ron Newhook im Gepäck. Da konnte man sogar den Abgang des Schweden Adrian Kastel-Dahl verkraften. Für den ist quasi Kristaps Millers in den Angriff gewechselt, obwohl der Lette eigentlich für die Abwehr vorgesehen war. Aber die Defensive hat mit dem Finnen Roni Rukajärvi von den Bayreuth Tigers aus der DEL2 auch schon einen absoluten Führungsspieler erhalten. Gosdeck prophezeit: „Es soll für jeden Gegner schwer sein, auch nur einen Punkt gegen uns zu holen“. Nun wollen seine Raubfische in Amberg auf die Jagd gehen, aber man darf auch nicht vergessen, dass sie selbst schon zweimal (Buchloe, Ulm) als Beute am Haken hingen.
Die Offensivkraft des ESC Kempten sorgte beim ERSC und Dan Heilman für den entsprechenden – und auch nötigen – Respekt, „aber Angst haben wir deshalb auch nicht“, so der Löwen-Coach. Der sieht einmal mehr die Tagesform als wichtigsten Aspekt, wie in allen bisherigen Begegnungen. Die Amberger Defensive steht gut, trotz einiger Ausfälle. 13 Gegentreffer auf sechs Begegnungen sind eine sehr gute Quote, erst recht, weil davon alleine in der ersten Partie gegen Buchloe schon sechs kassiert wurden. Die beiden Goalies, Carsten Metz wie auch Oli Engmann, haben schon mehrfach die Punkte für das Team festgehalten. Letzterer sollte nach seiner Verletzung aus dem Haßfurt-Spiel beim Abschlusstraining schon wieder mitwirken. Neuzugang Marc Hemmerich, der mit Gästecoach Gosdeck schon zusammen bei Essen spielte, hat in der Abwehr bereits ein gutes Debüt gegeben, mit etwas Glück bekommt auch der neue Stürmer Svatopluk Merka die Gelegenheit dazu. Verteidiger Benjamin Frank ist nach seiner Schulterverletzung zumindest ins Lauftraining wieder mit eingestiegen, aber noch kein Kandidat für den Wettkampf. Auf jeden Fall wieder mit dabei ist Topscorer Felix Köbele, der gegen Bad Aibling seine Sperre „abgesessen“ hat. (pa)