Am Schanzl 192224, Amberg

2019/2020Wild LionsEine richtungsweisende Begegnung

23. Januar 2020

ERSC Amberg bei den Spätstartern in Haßfurt

Der ERSC Amberg hat sich mit drei Siegen in Folge eine gute Ausgangsposition in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga erarbeitet. Am Freitagabend, 19.30 Uhr, sind die Löwen aber bei einem Team zu Gast, gegen das sie in dieser Saison schon zweimal das Nachsehen hatten.

Der ESC Haßfurt hatte mit fünf Punkten Vorsprung vor dem ERSC die Vorrunde auf dem 1.Rang beendet. In der Aufstiegsrunde sind die Hawks aber buchstäblich in den Startlöchern hängengeblieben. Gegen Moosburg (5:7), Kempten (6:8) und Buchloe (3:10) setzte es Niederlagen und erst am letzten Sonntag konnte gegen den EV Dingolfing mit 7:2 der erste Erfolg eingefahren werden. Das klare Ergebnis kam erst durch drei Treffer in den Schlussminuten zustande. Ob dies für die Spieler von Coach Volker Hartmann bereits der erhoffte Befreiungsschlag gewesen war, sei dahingestellt, ist auch für die Verantwortlichen beim ERSC nebensächlich: „Es ist egal, wo Haßfurt in der Tabelle steht und wie die bisherigen Ergebnisse waren. Wenn es gegen Amberg geht legen die immer eine Schippe drauf“, erwartet Vorstand Mustafa Sugle einen hoch motivierten Gegner, der sich keinesfalls schon aufgegeben hat. In der Vorrunde hieß es in den Duellen mit dem ERSC 6:5 und 8:6 für die Hawks. Ein neuerlicher Erfolg wäre für die Unterfranken fast schon Pflicht, um die Plätze unter den ersten Vier nicht aus den Augen zu verlieren. Da lastet deshalb schon ein größerer Druck auf den Gastgebern, aber das kann durchaus auch beflügeln. Es wird viel davon abhängen, wie Daniel Hora das Spiel in den Griff bekommt. Der Verteidiger ist gleichzeitig Topscorer bei den Hawks, hatte die Partie in Amberg kurz vor Weihnachten fast im Alleingang entschieden. Die Kreise des Tschechen einzuengen, könnte zu einem Erfolgsrezept für den ERSC werden. Von einer Sonderbewachung hält Dan Heilman aber nichts: „Das muss man im Team erledigen“, ist der Löwen-Coach überzeugt.
Entspannt kann auch der ERSC nicht die Reise antreten. Zu reizvoll ist die Möglichkeit, einen Konkurrenten im Falle eines Sieges nachhaltig distanzieren zu können. In der Abwehr wird Lukas Salinger wegen beruflicher Fortbildung voraussichtlich ausfallen, der beim Erfolg über Moosburg einen wichtigen Part in der Defensive übernahm. Vollstes Vertrauen hat Heilman zu seinen Torhütern, denn sowohl Oli Engmann wie auch Carsten Metz zeigten zuletzt starke, teilweise sogar überragende Leistungen – mit ein Grund dafür, dass lediglich Spitzenreiter Buchloe weniger Gegentore kassiert hat als Amberg. Der krasse Gegensatz dazu ist der ESC Haßfurt, der sich in den vier Begegnungen 27 „Buden“ eingefangen hat – da sollten auch die ERSC-Angreifer zu ihren Chancen kommen und im Angriff steht Heilman die volle Kapelle zur Verfügung. (pa)