Am Schanzl 192224, Amberg

2019/2020Wild LionsLöwen triumphieren im Spitzenspiel

1. Dezember 2019

ERSC mit effektivem Powerplay gegen Moosburg

Jede Serie geht einmal zu Ende. Der ERSC Amberg hat am Freitagabend beim Topspiel der Eishockey-Landesliga für den EV Moosburg gleich deren zwei abgeschlossen – sehr zur Freude von rund 650 Zuschauern.

Mit 6:3 entschieden die Wild Lions am Ende nicht unverdient ein überaus interessantes und abwechslungsreiches Match, nachdem Moosburg zuvor sieben Partien in Serie gewonnen und in Auswärtsspielen bislang überhaupt noch keinen Punktverlust erlitten hatte. Schon der Auftakt war verheißungsvoll, weil Bernhard Keil nach nur 63 Sekunden den ERSC – bei angezeigter Strafe für Moosburg – in Führung gebracht hatte, aber die Gäste kaum eine Minute später einen missglückten Wechsel der Amberger durch Peter Abstreiter zum Ausgleich nutzten. Das war ein Spiegelbild für den gesamten ersten Abschnitt, wo die Löwen jeweils in Überzahl durch Daniel Vlach und Stephan Huber vorlegten, aber Moosburg mit Vincenz Maier und Miloslav Horava stets eine Antwort hatten. „Das erste Drittel war ausgeglichen mit vielen Treffern, was ein Trainer aber nicht gerne sieht, weil zu viele Fehler gemacht werden“, analysierte Bernie Engelbrecht hinterher. Dem EVM-Coach fehlten einige Spieler unter der Woche beim Training, was er mit für die eine oder andere Konzentrationsschwäche verantwortlich machte.
Ausgeglichen war zunächst auch der Mittelabschnitt mit Torgelegenheit auf beiden Seiten. Dann hatte der ERSC in Unterzahl einige brenzlige Situationen zu überstehen und kam – kaum wieder komplett – durch den bärenstarken Vlach zum 4:3, für Engelbrecht ein Knackpunkt: „Da hast du ein Powerplay ohne Erfolg und gleich darauf macht der Gegner das Tor. Hier ist das Spiel zu Gunsten von Amberg gekippt“, vermutete der Ex-Nationaltorhüter. Sein Gegenüber sah das ähnlich: „Wir waren im zweiten Drittel etwas besser und natürlich hat der Treffer nach unserer Unterzahl geholfen“, meinte Dan Heilman. Vor allem weil man kurz darauf noch das 5:3 durch Marc Roth folgen lassen konnte, schien der Löwentrainer zunächst etwas beruhigter. Aber auch er war überrascht, wieviel aggressives Forechecking der Gegner noch im Schlussdrittel an den Tag legte. Die Entscheidung fiel hier aber dann nach wenigen Minuten. Martin Brabec wurde geschickt von Vlach auf die Reise geschickt und vollendete im hohen Tempo mit einem fulminanten Schlagschuss in den Torwinkel zum 6:3. Moosburg gab sich zwar immer noch nicht auf, doch die Gastgeber hatten mit dem Vorsprung im Rücken genügend Ruhe und Abgeklärtheit um keine wirkliche Gefahr mehr aufkommen zu lassen. Bernhard Engelbrecht gratulierte den Ambergern zum Sieg, hatte ein „gutes und spannendes Spiel“ gesehen und nahm das Serienende seines Teams gelassen: „Mund abputzen, es geht wieder weiter“. Dan Heilman war „sehr zufrieden, dass man gewonnen hatte“. Aufgrund der gezeigten Leistungen ist der Löwen-Coach sicher: „Amberg und Moosburg sehen sich in der Aufstiegsrunde wieder“. (pa)

ERSC Amberg – EV Moosburg 6:3 (3:3,2:0,1:0)
Tore: 1:0 (2.) Keil (Vlach/6-5), 1:1 (3.) Abstreiter (Regan), 2:1 (9.) Vlach (Schmitt, Brabec/5-4), 2:2 (10.) Maier (Horava), 3:2 (14.) Huber (Krieger/5-3), 3:3 (20.) Horava (Eigner), 4:3 (31.) Vlach (Brabec, Schmitt), 5:3 (37.) Roth (Söllner), 6:3 (46.) Brabec (Vlach/4-5).
Strafen: Amberg 8, Moosburg 10 Minuten
Schiedsrichter: Lajoe, Grech
Zuschauer: 660